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7 Punkte: So bist Du im Alter richtig abgesichert

Wie funktioniert eigentlich eine sichere Altersvorsorge? Im Grunde ist das Typsache – und von verschiedenen Faktoren abhängig, etwa von der konkreten beruflichen Situation. Dementsprechend ist die Antwort immer wieder individuell anders. Grundsätzlich gibt es aber sieben Wege und allgemeine Punkte, die Du kennen solltest, um Dich für das Alter richtig abzusichern. Diese stellen wir im Folgenden vor und können nur sagen: Früh übt sich! So bist Du im Alter richtig abgesichert.

1. Nicht auf den Generationenvertrag verlassen

Was wir monatlich in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, kommt nicht wieder eins zu eins zu uns zurück, geschweige denn mit Verzinsung. Das eingenommene Geld wird vielmehr sofort umgelegt – und zwar auf diejenigen, die aktuell bezugsberechtigt sind. Im Zuge des Generationenvertrages, der 1957 eingeführt wurde, bleibt für die derzeit Berufstätigen zu hoffen, dass die nachfolgenden Generationen in der Lage sein werden, unsere Rentenbezüge zu bezahlen. Das allerdings steht zur Debatte, funktioniert das Konzept doch bereits heute schon nicht mehr einwandfrei.

Über die gesetzliche Rentenversicherung wird uns für das Rentenalter zwar eine stabile Rente zugesichert. Unwahrscheinlich hingegen erscheint es, dass wir damit unseren Lebensstandard weiterführen können. Daher ist es ratsam, sich nicht etwa auf den Generationenvertrag zu verlassen, wenn es darum geht, sich für das Alter richtig abzusichern. In den nächsten Punkten folgen einige Möglichkeiten, die Du Dir genauer ansehen solltest um im Alter richtig abgesichert zu sein.

2. Mit der Betriebsrente für das Alter richtig absichern

Ein erster Schritt in die richtige Richtung findet sich im rechtlichen Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Zwar machen die wenigsten Arbeitgeber eine Direktzusage, jedoch sind sie in der Pflicht, einen entsprechenden externen Anbieter zu vermitteln, beispielsweise

  • Pensionskassen
  • Pensionsfonds
  • Unterstützungskassen
  • (Direkt-) Versicherungen.

Einige große Vorteile dieses Weges, sich für das Alter richtig abzusichern, sind für Arbeitnehmer etwa:

  • Flexible Modalitäten zur Einzahlung
  • Niedrigere Kosten betrieblich organisierter Sparverträge
  • Höhere Rendite
  • Einzahlung basiert auf dem Bruttogehalt, was sich hinsichtlich Steuerlast und Sozialabgaben positiv auswirkt.

Große Arbeitgeber fahren eine einheitliche Linie, was diese Möglichkeit für ihre Mitarbeiter betrifft, sich für das Alter richtig abzusichern. Sprich diese Option mit Deinem Arbeitgeber unbedingt an.

3. Riester-Rente trägt dazu bei, im Alter richtig abgesichert zu sein

Seit 2002 gibt es die Möglichkeit, einen staatlich geförderten Riester-Sparvertrag abzuschließen. Beim einzuzahlenden Betrag ist grundsätzlich zwischen zwei Begriffen zu unterscheiden:

  • Sockelbetrag: Fünf Euro pro Monat (meist als einmalige Zahlung im Jahr gesammelt, also 60 Euro)
  • Mindestbetrag: Vier Prozent des Einkommens (also deutlich mehr als der Sockelbetrag).

Die konkrete Höhe der Riester-Sparrate legst Du allerdings individuell selbst fest. Was hingegen gleich bleibt, ist der staatliche Anreiz und Förderung der privaten Altersvorsorge. Dieser besteht etwa in Geldzuschuss und Steuervergünstigung. Diese Variante erfreut sich insofern zu Recht stabiler Beliebtheit; im dritten Quartal 2017 belief sich die Zahl der abgeschlossenen Riester-Verträge auf rund 16,54 Millionen.

4. Alternative für Selbstständige und Freiberufler: Die Rürup-Rente

Die oben erklärte Riester-Rente ist nicht für alle eine Option: Wer selbstständig ist oder freiberuflich arbeitet, kann sie nur in Ausnahmefällen in Anspruch nehmen. Für genau diese Personengruppe bietet sich allerdings eine Alternative an um sich für das Alter abzusichern: Die sogenannte Basis- beziehungsweise Rürup-Rente. Dieses Äquivalent ergibt sogar vergleichsweise hohe steuerliche Vorteile.

5. Betongold: Der Klassiker unter den Möglichkeiten, sich für das Alter abzusichern

Der wohl beliebteste Weg zum Vermögensaufbau und sich für das Alter abzusichern, ist der Erwerb einer Immobilie zur Selbstnutzung. Die Wertsicherung über Immobilien allerdings hängt nicht nur von der Mikro-, sondern von der Makrolage ab, also vom regionalen Großgebiet. Zudem muss es sich bei Selbstnutzung auch rechnen, von Miete zu Eigentum zu wechseln. Ein weiterer Faktor ist die Mobilität, die Du mit dem Erwerb einer Immobilie zur Selbstnutzung aufgibst. Allgemein gilt diese Vorgehensweise dennoch als die wohl Stabilste – die sich auch rechnet, wenn die einzelnen Faktoren stimmen.

6. Die Lebensversicherung: (K)Ein alter Hut?

Laut einer Umfrage war 2016 die am häufigsten genutzte Möglichkeit, sich für das Alter abzusichern, der Abschluss einer Lebensversicherung. Was einmal die Lieblingsvariante der Altersvorsorge der Deutschen war, versorgte entweder (im Todesfall) die Angehörigen finanziell. Oder aber, im Erlebensfall, wird das Kapital verzinst ausgezahlt. Die Vorteile dieser Strategie wurden allerdings in der Zwischenzeit von der Bundesregierung eingeschränkt. Dadurch hat sie stark an Beliebtheit verloren.

7. Im Alter richtig abgesichert: Auf dem Weg das Ziel vor Augen behalten!

Wenn Du diese Varianten alle für Dich abgewogen hast und noch Geld „zur freien Verfügung“ hast, gibt es auch mehr oder weniger risikoreichere Ansätze um sich für das Alter richtig abzusichern. Diese beginnen etwa bei AS-Fonds, gehen über den Aktienkauf bis hin zu spekulativem Trading. Der große Punkt allerdings ist: Verliere niemals das Ziel aus den Augen, nämlich dass Du im Alter richtig abgesichert bist. Das heißt, dass höchstens das Geld, das wirklich „übrig“ ist, in risikobehaftete Wege investiert werden darf. Dementsprechend gilt es erst, einen gewissen Lebensstandard gewährleisten zu können, bevor Du etwa in Fonds investierst.

Weitere Tipps für den Alltag findest Du übrigens in unserem Beitrag 77 Tipps für die finanzielle Freiheit.

 

(Coverbild: © jd-photodesign | fotolia.com)

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